
Der Butterpilz (Suillus luteus) gehört zu den bekanntesten essbaren Röhrlingen in Europa. Er ist besonders an seinem braunen, stark schleimigen Hut und dem hellen Stiel mit Ring zu erkennen. Der Pilz wächst häufig in Kiefernwäldern und wird von Pilzsammlern wegen seines milden Geschmacks geschätzt.
Der Butterpilz ist weit verbreitet und tritt in vielen Regionen Europas regelmäßig in größeren Gruppen auf.
Disclaimer: Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine fachmedizinische Beratung. Wir können Ihnen keine Heilversprechen vermitteln. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen Ihren Arzt! Vor dem Konsum von Pilzen sollten Sie vorsichtig sein und sicherstellen, dass es sich um genießbare Speisepilze handelt.
Was ist der Butterpilz?
Der Butterpilz ist ein Röhrling aus der Familie der Schmierröhrlingsverwandten (Suillaceae). Sein wissenschaftlicher Name lautet Suillus luteus.
Der Pilz gehört zu den sogenannten Mykorrhiza-Pilzen, was bedeutet, dass er in Symbiose mit bestimmten Bäumen lebt. Besonders häufig findet man ihn in Verbindung mit Kiefern. (123pilze.de)
Seinen deutschen Namen verdankt der Pilz seiner stark butterartig glänzenden und schleimigen Hutoberfläche.
Merkmale des Butterpilzes
Der Butterpilz lässt sich anhand mehrerer charakteristischer Eigenschaften erkennen.
Hut
- Durchmesser etwa 5 bis 12 cm
- Farbe: gelbbraun bis dunkelbraun
- Oberfläche glatt und sehr schleimig, besonders bei feuchtem Wetter
- Haut lässt sich leicht abziehen
Röhren
- gelb bis olivgelb
- feinporig
- bei jungen Pilzen von einer Schleierhaut bedeckt
Stiel
- hellgelb bis weißlich
- mit einem deutlich sichtbaren Ring
- zylindrisch und meist relativ schlank
Fleisch
- gelblich bis weiß
- weich und mild im Geschmack
Diese Kombination aus schleimigem Hut und Stielring ist typisch für den Butterpilz. (pilzlexikon.eu)
Wo wächst der Butterpilz?
Der Butterpilz wächst vor allem in Nadelwäldern mit Kiefern. Typische Standorte sind:
- Kiefernwälder
- Waldränder
- sandige Böden
- junge Aufforstungen
- Parkanlagen mit Kiefern
Die Hauptsaison reicht meist von Juni bis Oktober, wobei der Pilz besonders häufig im Spätsommer und Herbst vorkommt. (natur-in-nrw.de)
Butterpilze wachsen häufig in Gruppen oder sogar in größeren Ansammlungen.
Ist der Butterpilz essbar?
Der Butterpilz gilt als essbarer Speisepilz, wird geschmacklich jedoch meist als mittelmäßig bewertet. Viele Pilzsammler entfernen vor dem Kochen die schleimige Huthaut, da sie beim Verzehr manchmal zu Magenbeschwerden führen kann. (123pilze.de)
Wichtige Hinweise:
- Pilze immer gut durchgaren
- Huthaut möglichst abziehen
- nur frische Exemplare verwenden
Der Butterpilz eignet sich besonders gut für Pilzpfannen, Suppen oder Mischpilzgerichte.
Verwechslungsgefahr
Der Butterpilz kann mit einigen anderen Röhrlingen verwechselt werden, zum Beispiel:
- Körnchenröhrling (Suillus granulatus)
- Goldröhrling (Suillus grevillei)
- andere Schmierröhrlinge
Die meisten dieser Arten sind ebenfalls essbar. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der Stielring, der beim Butterpilz deutlich vorhanden ist. (pilzlexikon.eu)
Trotzdem gilt: Nur Pilze sammeln, wenn man sie eindeutig bestimmen kann.
Nährwerte des Butterpilzes
Wie viele Speisepilze ist auch der Butterpilz kalorienarm und enthält verschiedene Nährstoffe.
Durchschnittliche Werte pro 100 g:
- etwa 20–30 kcal
- Eiweiß
- Ballaststoffe
- Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium
Pilze bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und gelten daher als leichte Nahrung.
Tipps für das Sammeln
Beim Sammeln von Butterpilzen sollte man einige Grundregeln beachten:
- junge und feste Exemplare sammeln
- schleimige oder stark beschädigte Pilze vermeiden
- Pilze möglichst frisch verarbeiten
- Pilze nur für den Eigenbedarf sammeln
Außerdem sollten Pilze immer vollständig gegart werden, da rohe Pilze schwer verdaulich sein können.
Fazit
Der Butterpilz ist ein weit verbreiteter Röhrling, der vor allem in Kiefernwäldern wächst. Sein brauner, stark schleimiger Hut und der typische Stielring machen ihn relativ leicht erkennbar. Obwohl sein Geschmack eher mild ist, gehört er zu den beliebten Speisepilzen für Pilzsammler. Besonders wichtig ist es, die Huthaut vor der Zubereitung zu entfernen und den Pilz gut zu garen.