Übergewicht Statistik Schweiz 2026 – Zahlen, Entwicklung und Einordnung

Übergewicht und Adipositas gehören in der Schweiz auch im Jahr 2026 zu den wichtigsten Themen der öffentlichen Gesundheit. Obwohl die Schweiz im internationalen Vergleich eher niedrigere Werte aufweist, bleibt der Anteil der betroffenen Bevölkerung stabil hoch und stellt das Gesundheitssystem vor langfristige Herausforderungen.

Dieser Beitrag gibt einen aktuellen Überblick über die Statistik zu Übergewicht in der Schweiz 2026, zentrale Entwicklungen und gesellschaftliche Trends.


1. Aktuelle Zahlen: Wie verbreitet ist Übergewicht in der Schweiz?

Die wichtigsten aktuellen Daten stammen aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung sowie dem Bundesamt für Gesundheit.

Für Erwachsene gilt:

  • Rund 43 % der Bevölkerung ab 15 Jahren sind übergewichtig oder adipös
  • Davon etwa 31 % übergewichtig
  • und rund 12 % adipös (Fettleibigkeit) (iMpuls Migros)

Damit ist fast jede zweite erwachsene Person in der Schweiz von einem erhöhten Körpergewicht betroffen.


2. Entwicklung der letzten Jahrzehnte

Die langfristige Entwicklung zeigt einen klaren Trend:

  • Übergewicht hat sich seit den 1990er-Jahren deutlich erhöht
  • Die Adipositasrate hat sich in den letzten Jahrzehnten ungefähr verdoppelt
  • Seit etwa den 2010er-Jahren stabilisiert sich der Anteil auf hohem Niveau (SwissStats)

Diese Stabilisierung bedeutet jedoch nicht Entwarnung, sondern eher ein „eingependelt hohes Niveau“.


3. Unterschiede nach Alter, Geschlecht und Region

Die Statistik zeigt deutliche Unterschiede innerhalb der Bevölkerung:

Alter

  • Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Übergewicht deutlich
  • Besonders betroffen sind Personen ab dem mittleren Erwachsenenalter

Geschlecht

  • Männer sind häufiger übergewichtig als Frauen
  • Der Unterschied ist bei Adipositas geringer, aber weiterhin sichtbar (SwissStats)

Soziale Faktoren

  • Personen mit tieferem Bildungsniveau sind häufiger betroffen
  • Auch der Migrationshintergrund spielt statistisch eine Rolle
  • Ländliche Regionen weisen teilweise höhere Werte auf als Städte (SwissStats)

4. Kinder und Jugendliche: Entwicklung 2026

Bei Kindern und Jugendlichen zeigt sich ein etwas anderes Bild:

Positiv ist ein langfristiger Trend:

Allerdings bleiben soziale Unterschiede bestehen, insbesondere nach Herkunft und sozialem Umfeld.


5. Gesundheitliche Bedeutung von Übergewicht

Medizinisch ist Übergewicht kein kosmetisches Thema, sondern ein Risikofaktor für verschiedene Krankheiten:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Typ-2-Diabetes
  • bestimmte Krebsarten
  • Gelenk- und Stoffwechselerkrankungen (Bundesamt für Gesundheit)

Adipositas wird deshalb zunehmend als chronische Erkrankung verstanden, nicht nur als Lebensstilfrage.


6. Einordnung im internationalen Vergleich

Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz:

  • eher im unteren bis mittleren Bereich der Übergewichtsquote
  • deutlich unter Ländern wie den USA oder Grossbritannien
  • jedoch mit ähnlichen Trends wie andere Industrienationen

Das bedeutet: Die Schweiz ist kein „Ausreißer“, sondern Teil eines breiteren westlichen Trends.


7. Warum Übergewicht trotz Prävention stabil bleibt

Mehrere Faktoren erklären, warum sich die Werte kaum stark verbessern:

  • hohe Verfügbarkeit kalorienreicher Lebensmittel
  • sitzende Lebensweise im Alltag und Beruf
  • Stress und Schlafmangel
  • soziale Ungleichheiten im Gesundheitsverhalten
  • starke Abhängigkeit von Umweltbedingungen

Prävention wirkt zwar, aber oft nur langfristig und begrenzt.


Fazit

Die Übergewichtsstatistik Schweiz 2026 zeigt ein klares Bild: Etwa die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung ist von Übergewicht oder Adipositas betroffen. Während sich die Situation bei Kindern leicht verbessert hat, bleibt das Problem bei Erwachsenen stabil hoch.

Die Schweiz steht damit vor einer langfristigen gesundheitspolitischen Aufgabe: nicht nur individuelles Verhalten, sondern auch strukturelle Faktoren stärker in den Blick zu nehmen.


Quellen

Nach oben scrollen